Die Schrift an der Wand

Ob düster oder flehentlich, ob prophetisch oder warnend - unheilverkündend sind die Themen, über die sich Dave den Kopf zermartert, allemal. Daher haben wir uns dafür entschieden, eine alte Dave-Marotte aus Schattenspieler-Zeiten weiterzuführen und dem Album einen Namen zu geben, der keinem Song auf der Platte entspricht, sondern einen diffus-verstörenden, biblischen Bezug hat. "Lux et Umbra", "Babel" und jetzt "Menetekel". Und jein, "Menetekel" ist keine musikalische Anknüpfung an "Babel", aber auch kein komplettes Neubesinnen.

 

Zwar deutlich mehr im Rock beheimatet als irgendwoanders, springt "Menetekel" zwischen Genres und Geschwindigkeiten hin- und her und spottet (hoffentlich) jeder Klassifizierung. Lieder in deutscher und englischer Sprache behandeln zumeist komplexe Themen, mal zornig-anklagend, mal nihilistisch-ergeben.

 

Zur Bedeutung: Wörtlich heisst die aramäische Prophezeiung MENE, MENE, TEKEL, UFARSIN "Zwei Minas, ein Shekel und eine Hälfte", aber interpretiert wurde sie als "gezählt, gewogen und geteilt", beziehungsweise sinngemäss als "Du wurdest für unwürdig befunden und musst sterben". Im Laufe der Jahre hat sich der Begriff "Mene Tekel" daher zum Symbol für drohendes Unheil entwickelt.

 

Wir bedanken uns bei Alexandra, Manni und ELA für die schöne und produktive Zusammenarbeit. Ohne euch wäre es nicht so geil geworden.