Kantata

 
Kantata wurde nicht geschrieben, sie wurde befreit. Sie war schon da, bevor sie zu Papier gebracht wurde und wollte, musste dringend heraus. Ihr Wunsch war uns Befehl.
 
Sie kommt manchmal ein gutes Stück härter daher als Menetekel, aber dann ist sie plötzlich weicher als das Debütalbum. Mal ist sie ein bisschen weltpolitisch und mal ist sie sehr persönlich. Manchmal ist sie elektronisch, dann ist sie eher jazzig, meistens ist sie Metal. Sie birgt ein Wiedersehen mit alten Freunden. Sie ist ein Spiegel von Daves turbulenter Gefühlswelt. Natürlich ist sie zweisprachig.
 
Kantata ist nicht unangepasst um reiner Nonkonformität Willen. Sie ist eigenständig, weil Trend- und Marketinganalysen keinen Platz in der Welt unserer Musik haben. Wenn Ihr sie mögt, freuen wir uns, aber wir können im Proberaum, wie auch im Studio nur abgehen, wenn wir auch Bock auf das haben, was wir machen, daher bleibt es bei uns auch auf dieser Scheibe eher künstlerisch als marktorientiert.
 
Textlich setzt sich Kantata unter Anderem mit der Europäischen Gesamtsituation, Daves Ausstieg bei Schattenspieler und diversen Begleiterscheinungen romantischer Begegnungen auseinander, aber nicht jeder Song hat einen tieferen Sinn. Wie schon bei Menetekel gibt es auch auf Kantata ein paar Lieder, die schon länger in der Schublade lagen und auf ihre Entfesselung warteten.
 
Kantata bewegt sich irgendwo zwischen Powermetal, Musical und Neuer Deutscher Härte. Wir haben die Symphonik teilweise zurückgefahren, dafür aber mit mehr elektronischen Einflüssen gespielt. Das Album macht dennoch einen Spagat zwischen Strasse und Oper.
 
Etymologisch lässt sich der Name des Albums auf Cantus (Latein für "das gesungene Lied") zurückführen. Die deutsche Kantate und die Italienische Cantata haben denselben Ursprung, unsere Schreibweise ist - ganz Europäisch - eine Mischung aus beidem.
 
Das Cover, ebenfalls aus Daves Feder, ist eine Visualisierung der Motivation und Leidensfähigkeit des Künstlers. Während die Figur im Türrahmen die Sehnsucht repräsentiert, die es mittels des Schreibens von Musik zu befriedigen gilt, steht das blutbesudelte Mikrofon für die Unbill, die der Künstler unweigerlich erleiden muß, um kreativ über sich hinauszuwachsen.
 
Kantata wurde im Gegensatz zu ihrem Vorgänger komplett bei uns in Wülfrath von aufgenommen und produziert. Gemischt und gemastert hat Dave, aber natürlich haben alle Bandmitglieder ihren Senf dazugegeben.
 
Sie ist für euch. Hört sie laut.
 
Tracklist (REINHÖREN):
 
01 - The Rest of Us
02 - Out From the Shadows
03 - Back to Life
04 - Ich warte auf Dich 
05 - Stoff // Helden
06 - Ain't Leavin'
07 - Jerusalem
08 - Hey Alice
09 - Zwischen Straße und Oper
10 - Leave a Light On
11 - Halte Durch
12 - In Ewigkeit Amen*
 
*Ursprünglich veröffentlicht von Schattenspieler auf "Babel" (2009, nicht mehr erhältlich)

 

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